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Streit um Pedelec-Test von Ökotest

Zehn Elektrofahrräder hat Ökotest untersuchen lassen und zwar von den Markenherstellern Kalkhoff, Flyer, Giant, Pegasus, Kreidler, Diamant, Fischer, Kettler und Winora. Die Räder waren keineswegs im Billigsektor angesiedelt, sondern kosteten (mit Ausnahme des Volks-E-Bike) zwischen 1700 und 2800 Euro. So ist das Ergebnis schon überraschend: Denn die Hälfte der Räder fiel durch und bekam ein "Mangelhaft". Wenig überraschend ist die Reaktion aus der Fahrradbranche, die sich in etwa so zusammenfassen lässt: "Jetzt haben sich die Ökotester auch an E-Bikes rangetraut. Sollen sie doch lieber Olivenöl testen".

Dabei sollte man die Mängelliste ernst nehmen. Und Ökotest macht auch kein Geheimnis daraus, wo sie haben testen lassen: Bei Ernst Brusts Firma Velotech.de. Die Experten von Velotech wissen was sie tun. Sie führen auch Tests für Hersteller oder auch für die Stiftung Warentest sowie Rechtsgutachten durch. Und sie weisen seit Jahren darauf hin, dass immer wieder Pedelecs mit zu schwachen Bremsen und auch ohne CE-Kennzeichnung verkauft werden. In dem Branchenblatt SAZBike wird über den Test eifrig diskutiert. Der Tenor ist klar: Kann nicht sein. Und doch weisen beispielsweise Trek (zuständig für Diamant), Giant (mit dem Twist Power) und Cycle Union (zuständig für Kreidler) daraufhin, dass die getesteten Modelle aus den Jahren 2011 beziehungsweise bei Kreidler von 2012 stammen. Interessant ist auch das Statement von Anatol Sostmann, Kommunikationsmanager von Trek: "Das Magazin Öko-Test kauft die Testräder selbstständig bei beliebigen Händlern ein. Die Firma Trek ist somit nicht verantwortlich für die unsachgemäße Montage des Testrades". Im Klartext: Bestellt doch nächstes Mal die Testräder beim Hersteller, dann können wir die vorher richtig gut durchchecken, vielleicht auch noch ein bißchen tunen, damit der Test gut ausfällt. 

Aber bitte: Wo kauft denn der Kunde sein Rad? Beim Hersteller oder beim Händler? Wenn die Händler das Problem sind, dann müsste der Hersteller dafür sorgen, dass die Händler besser geschult sind oder schwarze Schafe vielleicht auch erkannt werden, wenn dort geschlammt worden ist. 

Interessant ist auch die Aussage von Kettler, warum die gesetzlich geforderte CE-Konformitätserklärung nicht vorlag: "Aufgrund einer Überschneidung der Auslieferung der CE-Sticker und der Produktion des Modells "Obra Light" wurden versehentlich einige wenige Modelle ohne die benötigten CE-Sticker ausgeliefert". Dumm gelaufen, dass die gerade in den Test gerutscht sind.

Aber man stelle sich mal die Aussage eines Autoherstellers vor: "Aufgrund einer Überschneidung der Auslieferung der HU-Sticker und der Produktion des Modells "Subawa" wurde versehentlich eine wenige Modelle ohne die nötige TÜV-Plakette ausgeliefert".

Es gab übrigens auch zwei Räder, die gut abschnitten: Das Kalkhoff Impuls 8C und das Smart E-Bike. Aber auch bei diesen Rädern hatten die Ökotester was zu mäkeln: Denn wie auch bei allen anderen Modellen wurden dort erhöhte Werte an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAKs) in den Griffen gefunden. Die Lösung liefern die Tester auch gleich mit: Griffe von Pro Parts (Con-Tec Dura), Ergon (GP1-L) und SQLab (702) schnitten mit sehr gut ab. 

 

 

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