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27 Gänge an einer Hand: Die neue Schalteinheit Dualdrive von Sram

Räder mit "nur" 21 Gängen sind deshalb fast schon unverkäuflich. Aus diesem Grund hat man sich offensichtlich auch bei der US-Firma Sram entschieden, dieses Jahr einen Nachfolger für die Sachs-3x7 Naben-Kettenschaltung herauszubringen. Der Fahrradsektor von Sachs ist vor ein paar Jahren von den Amerikanern übernommen worden. Die jahrzehntelange Erfahrung der Deutschen im Nabenschaltungsbau floss selbstverständlich in die neue, Dualdrive genannte Schaltkombination ein. Die Dualdrive bekommt man mit 3x9 Gängen, also mit einem 9-fach-Ritzelpaket und einer 3-Gang-Nabenschaltung. In der Summe macht dies 27 Gänge. Daneben wird eine Version mit nur einem 3x8-Paket, also mit "nur" 24 Gängen angeboten.

Wir sind die 27-Gang-Version gefahren, die vor allem in hochwertigen Trekking- und Stadträdern (ab 1700 Mark) eingebaut wird. Die etwas preiswertere 24-Gang-Variante findet man dagegen bereits bei 1400-Mark-Velos. Egal wie viele Gänge: Geschaltet wird mit zwei Schaltern, die sich ausschließlich rechts am Lenker finden. Die acht oder neun Gänge des Ritzelpakets werden durch einen im Vergleich zur alten 21-Gang-Version spürbar leichter zu schaltenden Drehgriff bedient. Der eingelegte Gang lässt sich schnell mittels einer Ganganzeige in einem Fenster ablesen. Die drei Gänge der Nabenschaltung findet man links unterhalb des Drehgriffs in Form eines Daumenschalters. So wirkt das Schaltwerkzeug aufgeräumt. Im angeblich weltweit größten Designwettbewerb, dem "Red Dot Design Award", wurde die Schaltung kürzlich in der Kategorie "Freizeit, Hobby & Sport" ausgezeichnet. Gewiss, der Schalter ist nicht so klobig wie viele andere Drehgriffe, aber designverdächtig war uns das äußere Erscheinungsbild dann doch nicht. Entscheidend für die Zielgruppe ist natürlich die einwandfreie Funktion. Besonders ungeübte Radfahrer werden mit der Dualdrive besser zurecht kommen, als mit zwei separaten Schaltungen.

Die Dualdrive ist durch das Funktionsprinzip natürlich auch weniger wartungsanfällig. Im Vergleich zur alten 3x7 erfolgt der Gangwechsel reibungsloser und auch ein Springen der Gänge kommt weniger oft vor. Man kann flüssiger schalten und das Schalten auch durchaus mal vergessen. Beispielsweise an der Ampel. Denn die Dualdrive darf man auch unter Last schalten. Das heißt, man kann vor der Anfahrt den Gang wählen oder während des Tretvorgangs hoch- oder herunterschalten. Allerdings zuviel Krafteinsatz kann dann doch schädlich sein. Der Fahrradhersteller Utopia empfiehlt seinen Kunden einen "feinfühligen Umgang" mit den Kunststoffteilen an Schaltgriff, Schaltwerk und Clickbox (das ist der Schaltkosten für die drei Nabengänge), "sonst kann es schnell zu Beschädigungen im Gebrauch oder bei Wartungsarbeiten kommen. Utopia vermutet zudem, dass bei der Dualdrive, so oft wie bei einer 27-Gang-Kettenschaltung, Zahnkranz und Ketten gewechselt werden müssen, und damit häufiger als bei der alten 3x7-Schaltkombination.

Da durch die Dreigang-Nabe nur ein Kettenblatt nötig ist, kann demzufolge auch ein solider Kettenschutz montiert werden. Aufgerissene und verschmierte Hosenbeine gehören somit der Vergangenheit. Der Berggang mit 34 Ritzeln (nur bei der 3 x 9) reicht in Kombination mit dem Nabenberggang auch für Steigungen über zehn Prozent aus. Sportliche Schnellfahrer, die oft über 30 km/h fahren möchten, werden aber auch mit der Dualdrive nicht glücklich werden. Gleiches gilt auch für Radfahrer, die trotz der reibungsarmer und bedienungsfreundlichen Technik aus Prinzip nicht mit einem Drehgriff schalten möchten.

Eine nachträgliche Nachrüstung lohnt sich übrigens meist nicht, da der Dualdrive-Drehgriff beispielsweise nicht mehr Shimano-Schaltwerken funktioniert. Von einigen Herstellern wird die neue Schalteinheit bereits serienmäßig eingebaut: unter anderem sind dies Epple, Hartje, Kettler, Winora, Pedersen, Staiger, Utopia, Villiger und im Elektrorad "Flyer" der Schweizer Firma BK Tech.

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