Unsere Webmagazine

Elektroradtest.de - Der neue Ratgeber für E-Bikes & Pedelecs
Das Reiseradio - Audioreportagen und Interviews
Holidayjournal.de - Magazin für warme und kalte Reisen
Der komplette Reiseführer für Island
Bytetest.de - Der Internet- & Computerratgeber
Anzeige

Menschen sind doch sehr verschieden, auch auf dem Rad. Und ist das von der Stange, dann kann das den Spaß verderben oder gar gesundheitliche Schäden verursachen. Ein Rad, das passt, muss her. Perfektioniert wird dieser Wunsch durch ein Körpervermessungssystem, welches dieser Tage bei Fahrradhändlern Premiere feiert, die zum Einkaufsverbund "Bicoplus" gehören. "Body Scanning" heißt es.

Dafür wird der Kunde, in unserem Fall Hans Müller, per Laserpointer in knapp zwei Minuten vermessen. Fünf Messpunkte werden erfasst: Körpergröße, Schulterbreite, Schulterhöhe, Fausthöhe und die Höhe des Beckenkamms, als Ersatz für die wichtige Schrittlänge. Die Vermessung erfolgt berührungslos. Herr Müller muss sich nur vor eine spezielle Wand stellen, über die die Messpunkte mittels eines Computerprogramms in Messwerte übersetzt werden. Im Prinzip ist dies aber bei der Suche nach dem passenden Rad nur der eine Teil des Systems. Der nächste Schritt ist ein elektronischer Fragebogen, über den der Händler erfährt, was für ein Rad Hans Müller wünscht.

Sechs Kategorien stehen zur Auswahl: Mountain-Bike, Trekking-Rad, City-Bike, Rennrad, Jugendfahrrad oder E-Bike (Sonderfahrrad). Herr Müller möchte ein Trekkingrad kaufen, so fragt das Programm, oder besser der Verkäufer, ob er eher eine sportliche, moderate oder bequeme Sitzposition bevorzugt. "Moderat", sagt Müller und der nächste Schritt ist die Einordnung der jährlichen Kilometerleistung. Müller will es nicht übertreiben und diktiert 500 bis 2000 Kilometer, wobei zur Auswahl die Kategorien "unter 500 Kilometern, 500 Kilometer bis 2000 Kilometern, 2001 bis 7000 Kilometer und über 7000 Kilometern" stehen.

Nun geht es um Ausstattungsmerkmale. Soll das Trekkingrad also gefedert sein, wenigstens über eine Federgabel verfügen oder vielleicht sogar auch am Hinterrad über eine Abfederung verfügen (Full Suspension)? Natürlich kann man sich auch klassisch für die ungefederte Variante entscheiden. Müller ist ein innovativer Mensch und möchte ein Full Suspension-Bike. Und mit welcher Rahmengeometrie? Das heißt, will Müller einen Herren- oder Damenradrahmen, oder bevorzugt er die Einrohrrahmenvariante? Der Kunde entscheidet sich fürs Herrenrad. Bei der Schaltungsart wünscht er keine Naben- sondern eine Kettenschaltung und beim Bremstyp kann er zwischen V-Brakes, Scheibenbremsen, Rollerbrake und hydraulischen Bremsen wählen. Es wird des weiteren gefragt (besonders bei Full Suspension sehr wichtig), ob man eventuell auch einen Kindersitz montieren möchte. Müller möchte, und der Verkäufer notiert dies auf der Liste.

Zum Abschluss will der Kundenberater noch wissen, ob man ein Fahrradschloss braucht, ob das neue Rad mit einer Straßenausstattung (also mit Licht, Klingel und allen Reflektoren) gewünscht wird und natürlich, wie viel das Rad kosten soll. Müller diktiert dem Verkäufer: 1399 Mark. Jetzt vergleicht der Computer die Daten aus Körpervermessung und individuellen Wünschen mit den 10 0000 Fahrrädern, die sich im Bicoplus-Angebot befinden. Wie bei einer Suchmaschine werden die Treffer angezeigt, auf Wunsch mit Foto und detaillierter Ausstattungsliste.

"Body Scanning" wird ausschließlich bei den bundesweit 600 dem Verband "Bicoplus" angeschlossenen Fahrradhändlern angeboten.

Ähnliche Beiträge

Fahrradtest.de - Ein Projekt der Journalia Kommunikation Multimediaagentur

Fahrradtest.de ist optimiert für Firefox, Chrome, Opera & Safari. Benutzer von IE8 sollten ihren Browser updaten.

Copyright © 2016. Alle Rechte vorbehalten.