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Auf- und Absteigen bereitet vielen älteren Menschen Probleme. Sie können durch gesundheitliche Probleme das Gleichgewicht nicht mehr halten und werden unsicher. Aus Angst, im Verkehr mit dem Rad umzukippen, verzichten viele deshalb auf das Rad fahren. Oder sie radeln auf zu kleinen Velos, nur, um ständig Kontakt zum Boden zu haben.

SattelliftÄhnlich ergeht es Radfahrern mit Gelenkprobleme. Auch sie stellen den Sattel auf die tiefste Stufe. Dadurch fühlen sie sich sicherer, nur werden die Kniegelenke dann noch stärker belastet. Am besten radelt man, wenn das Knie bei der untersten Pedalstellung fast vollständig gestreckt ist. Natürlich hat man davon schon gehört. Doch das Problem, in der idealen Sitzposition nicht mehr mit den Füßen auf den Boden zu kommen, bleibt natürlich weiterhin bestehen. Diesen Teufelkreis haben auch drei Erfinder aus Sachsen erkannt und einen Sattellift entwickelt.

Bei dem von Wilfried und Elmar Hommel und Dietmar Hofmann entwickelten Sattellift handelt es sich um eine Sattelstütze, durch die sich der Sattel innerhalb eines Bereichs von 120 Millimeter stufenlos auf jede beliebige Höhe verstellen lässt. Und im Gegensatz zu Schnellspannerverschlüssen auch während der Fahrt.

Die Fernbedienung erfolgt über einen Hebel vom Lenker aus (ähnlich wie bei einer Gangschaltung). Das Prinzip funktioniert wie beim Bürodrehstuhl. Angehoben wird der Sattel per Gasdruckzylinder, eingeschoben wird er durchs Gewicht des Fahrers.

Der Sattellift wird in verschiedenen Rohrdurchmessern angeboten. Vertrieben wird die Stütze über den Fachhandel. Ein Versand über Hofmanns Firma ist auch möglich. Die Firma Hofmann Spezialmaschinen aus Grüngräbchen (in der Oberlausitz) hält auch ein sehr gutes Faltblatt bereit (Tel. 035797 – 63520 / Fax –63015).

Zwei Nachteile hat der Sattellift. Er ist nicht ganz billig (328 Mark) und die Konstruktion bringt ein paar zusätzliche Gramm aufs Fahrrad (genauer 1,6 Kilogramm). Doch beides werden viele Menschen im wahrsten Sinne des Wortes verschmerzen können, wenn sie doch überhaupt nur wieder bequem und sicher Fahrrad fahren können.

Der Sattellift, der übrigens auch einen leicht federnden Effekt besitzt (Federweg etwa 10 bis 15 Millimeter), lässt sich an vielen Fahrradtypen montieren, egal ob Herren- oder Damenmodelle. Eine gewisse Baufreiheit unter dem Sattel muss aber gewährleistet sein. Die Firma hat mehrere Variante zur Auswahl, die man sich am besten im Fachhandel anpassen lässt. Spezielle, ganz moderne Rahmengeometrien können Probleme bereiten, doch gehen wir einmal davon aus, dass die Zielgruppe des Produkts eher ein klassisches Fahrrad benutzt.

Ein ähnliches Konzept verfolgt die Firma Possat. Allerdings ist ihr Sattellift nicht nachrüstbar, sondern an einen speziellen Fahrradrahmen gebunden. Angeboten wird ein 26-Zoll-Cityrad mit einer Sieben-Gang-Nabenschaltung und Rollenbremse. Die Sattelstütze lässt sich bei dem Rad aus Siersburg (Tel. 06835-3256) hydraulisch verstellen. Wir sind eine Proberunde gefahren, als wir das Bike durch Zufall bei Fahrrad Berger entdeckten. Das Rad kostet 1499 Mark und ist durchaus eine Alternative zum Sattellift, jedenfalls dann, wenn man sowieso ein neues Rad braucht, und das Possat-Rad einem zusagt.

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