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Mit Kabelbinder und Rohrschellen kann man einen gebrochenen Gepäckträger wieder fit bekommen, ebenso einen Rahmenbruch schienen oder einen gebrochenen Vorbau heften. Verfolge unsere neue Serie über Notreparaturen.

explodierter Schlauch - Knoten kann helfen Foto: Ulf Hoffmann / Fahrradtest.deSelbst auf einer kurzen Radtour aufs Land kann es vorkommen, dass man einen Reifenplatzer erlebt. Wer jetzt keinen Ersatzschlauch dabei hat, steht förmlich auf dem Schlauch. Vielleicht hilft es, den Schlauch zu knoten. Danach legt man ihn wieder in den Reifen und pumpt auf. Möglich ist auch ein Radeln ohne Schlauch. Der Erfolg ist aber vom aufgezogenen Mantel abhängig. Sitzt der sowieso zu locker, rutscht dieser immer wieder von der Felge.

mit Gras ausgestopfter Reifen Foto: Ulf Hoffmann / Fahrradtest.deDen Reifen kann man auch mit Gras, Anziehsachen oder Klopapier ausstopfen. Aufgrund des Gewichts, das auf dem Hinterrad lastet, funktioniert die Methode aber meist nur am Vorderrad.

Aber das gilt für alle Reifenpannen: Möglichst den Pannenreifen (oder Schlauch) aufs Vorderrad aufziehen und den intakten fürs Hinterrad benutzen. Insbesondere am Vorderrad ist bei einem Platten manchmal besser, den Schlauch zu entfernen. Dann hubbelt es nicht, wenn man über den Ventilhügel fährt. Am Vorderrad kann man so mit mäßiger Geschwindigkeit recht weit kommen.

Immer wieder kommt es auch vor, dass Reifen einen Drahtbruch erleiden. Das ist kein Verschleiß, sondern ein Materialfehler. Die Tatsache hilft einem unterwegs aber auch nicht so richtig. Ein Drahtbruch ist nicht reparabel. Man kann versuchen, das weitere Herausrutschen des Drahtes zu stoppen. Ein dicker Gummilappen an der Austrittsstelle hilft eventuell. Irgendwann ist die Spannung auf dem Reifen allerdings so gering, dass der Reifen ständig abrutscht.

Drahtbruch beim Reifen Foto: Ulf Hoffmann / Fahrradtest.deGegen die ständigen Platten durch den einstechenden Draht, ist auch kein Kraut gewachsen. Und unendlich viele Flicken hat man auch nicht parat.

Schäden an Fahrradtaschen reparieren

Vernietungen an Fahrradtaschen kann man durch Schrauben reparieren. Dafür muss man ein Loch in die Stelle stechen. Am besten gelingt dies mit einem Metalldorn. Diesen macht man zum Beispiel über einem Campingkocher heiß und klopft ihn dann mit einem Hammer oder Stein in das Loch an der Halterung. Die Schraube sollte nur nicht zu lange sein, sonst beschädigt sie den Inhalt. Ein paar Metallplättchen auf der Innenseite gibt der Konstruktion besseren Halt.

Die Nähte von Fahrradtaschen leider hin und wieder unter Auflösungserscheinungen. Dagegen hilft entweder Nadel und Faden oder auch Silikon aus der Tube. Allerdings braucht man für Silikon eine gewisse Rauheit der Oberfläche. Bei den leichten Taschen (zum Beispiel von VauDe) hält das Silikon nicht sehr lange. Im Übrigen empfiehlt VauDe lieber die Taschen aus LKW-Planen zu benutzen. Diese seien in Deutschland hergestellt und robuster. Allerdings kosten auch die leichteren Taschen oft deutlich über 100 Euro. Auch von Ware „Made in China“ kann man allerdings erwarten, dass sie halten…

Oft brechen auch irgendwann die Haken ab, oder bei den besseren Taschen funktioniert der Federmechanismus nicht mehr. Ersatzhaken hat nicht jeder dabei. Aber mittels eines Metallplättchen und einer Schraube mit Mutter kann man sich einen neuen Haken biegen.

Sattelstützenschraube gebrochen

fixierte Sattelstütze Foto: Ulf Hoffmann / Fahrradtest.deDer Schaden kommt selten vor, lässt sich auch nicht verhindern, irgendwann ist das Material müde. Eine Ersatzschraube mitzunehmen kann helfen, aber dann könnte man ja für alles Ersatz mitschleppen. Zur Not muss man im Stehen weiter radeln. Hilfreich kann eine Fixierung mit Kabelbindern sein. Aber viel Kraft sollte man dann nicht mehr auf den Sattel bringen.

Vorbau- oder Lenkerbruch


Auch ein Vorbau kann brechen, das muss auch nicht immer Materialermüdung, Materialalterung oder Überlastung sein. Es kann auch passieren, wenn das Fahrrad umkippt, und der Vorbau sehr fest gezogen oder eingerostet war. Wie bei einem Lenkerbruch kann man versuchen diesen zu schienen und mit Rohrschellen zu befestigen. Auch hier gilt: nur noch behutsam weiter fahren. Unebenheiten unbedingt ausweichen. Schnellstens austauschen. 

(mehr dazu im neuen Ratgeber der Stiftung Warentest: "Fahrradreparaturen")

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