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Das Definitionswirrwarr: Pedelec oder E-Bike

Pedelec oder E-Bike, ja was denn nun? Das Wirrwarr ist leider nicht lösbar und "schuld" daran, hat eine Diplomandin beim Verein "Extra Energy", denn die hat sich den Namen Pedelec ausgegedacht. Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“. Leider ist der Begriff so sperrig und unsexy, dass man sich wünscht, die Diplomarbeit wäre nie erschienen. Aber wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben, dass der blöde Begriff doch noch verschwindet....

und man einfach vom Elektrorad oder E-Bike spricht und alles was ein Versicherungskennzeichen haben muss ist ein E-Mofa. Ach, so einfach könnte die Welt sein...

Hinter Pedelecs steht das Prinzip, dass der Elektromotor mit der Muskelkraft des Fahrers gekoppelt ist. Das heißt, je stärker getreten wird, desto mehr Leistung wird vom Motor zur Verfügung gestellt. Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h wird allerdings abgeregelt, die Motorunterstützung also eingestellt. Wer schneller vorankommen möchte, muss seine Muskelreserven aktivieren. Der Grund für diese Abregelung: Pedelecs sind nach dem Gesetz normale Fahrräder, so brauchen sie kein Versicherungskennzeichen und unterliegen auch keiner Helmpflicht, keiner Altersbeschränkung sowie keiner Führerscheinpflicht. Mit den Pedelecs muss man aber auch die gekennzeichneten Radwege benutzen.

Ein Problem stellen allerdings Pedelecs mit einer Anfahrhilfe dar. Diese sind, wie der  jüngster Test von Sitftung Warentest und ADAC im August 2011 zeigte, streng genommen Kraftfahrzeuge. Sprich: Fahrer brauchen deshalb auch eine Mofa-Prüfbescheingung. Aus diesem Grund besteht defacto für diese Typen kein Versicherungsschutz, was für den Fahrer bei einem Unfall zu großen finanziellen Schwierigkeiten führen kann.

Drei Gruppen von Elektrofahrrädern gibt es:

  •     Zulassungs- und versicherungsfreie Pedelecs sind Fahrräder mit Trethilfe bis 25 km/h (maximal 250 W Motornennleistung).
  •     Zulassungs- und versicherungspflichtige schnelle Pedelecs mit Trethilfe bis 45 km/h (oder Antrieb per Gasgriff bis 20 km/h) werden als Kleinkrafträder (Leichtmofa) zugelassen (maximale 250 W Motornennleistung).
  •     Zulassungs- und versicherungspflichtige E-Bikes (E-Mofa) mit maximal 20 km/h Höchstgeschwindigkeit, elektrischem Antrieb per Gasgriff, Tretunterstützung möglich, aber nicht notwendig, maximal 500 Watt Motornennleistung.

Für schnelle Pedelecs und E-Bikes (E-Mofa) ist eine Mofa-Prüfbescheinigung notwendig (wenn der Fahrer nach dem 1.4.1965 geboren wurde und keinen anderen Kraftfahrzeugführerschein hat).

Schnelle Pedelecs, manche nennen sie auch schnelle E-Bikes, geben auch oberhalb von 25 km/h noch Energie ab. Allerdings gilt auch hier: Man muss schon mittreten, sonst bleibt der Elektromotor still. Mit schnellen E-Bikes saust man (mit Tretunterstützung) mit bis zu 45 km/h durch die Lande. Für diese Modelle gilt die sogenannte Leichtmofa-Ausnahmeverordnung in der Fassung von 1998. Sie gelten deshalb als Kleinkraftrad mit einer geringen Leistung. Für sie ist eine Typengenehmigung beim Kraftfahrtbundesamt notwendig. Der Fahrer hat wie beim Auto oder Motorrad den Fahrzeugschein steht bei sich zu führen. Äußerlich auffälligster Unterschied zu den Pedelecs bis 25 km/h ist das grüne Versicherungskennzeichen. Das Zeichen zeigt an, dass das motorisierte Fahrrad haftpflichtversichert ist. Der Schutz kostet etwa 60 Euro im Jahr. Es ist auch möglich, für diese Modelle eine Teilkaskoversicherung abzuschließen, so dass eine Diebstahlversicherung besteht.

Neben den Modellen mit Tretunterstützung bis 45 km/h gibt es auch Modelle, die eine Gasgriffsteuerung haben. Soweit sich die Unterstützung bei über 20 km/h ohne Tretunterstützung abstellt, fallen sie in die gleiche Klasse.

Allerdings sind diese Räder vom Charakter her eher Elektromofas, schließlich hat der Muskelantrieb eher eine Alibifunktion. Ihre Leistung darf maximal 250 Watt betragen, liegt sie darüber (bis 500 Watt), sind es Fahrräder mit Hilfsmotor, und die fallen in die Leichtmofaklasse.

Bei schnellen Pedelecs scheiden sich die Geister. Auf der einen Seite steht das rasante Fahrgefühl – man kann fast im Stadtverkehr mitschwimmen, auf der anderen Seite sind diese Räder eigentlich im Wald und auf Waldwegen tabu; es sei denn, der Weg ist mit dem Schild „Mofa frei“ ausgewiesen. Diese Einschränkung sollte man beim Kauf auch bedenken. Eine rechtliche Grauzone besteht bei ausgeschaltetem Motor. Mag sein, dass auch dort in den kommenden Jahren noch für Klarheit gesorgt wird. Aber die Fahrer von normalen Pedelecs brauchen sich darüber sowieso keinen Kopf machen.

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