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Akkuladegeräte fürs Bike: Strom fürs Handy und Navi

 

E-Werk Foto: promoDer Nabendynamo setzt sich immer mehr durch. Selbst in preiswerten Fahrrädern wird dieses nützliche Bauteil eingesetzt. Das ruft "Trittbrettfahrer" auf den Plan. Schließlich besitzt damit das Fahrrad ein kleines zuverlässiges Kraftwerk, welches auch am Tage angezapft werden könnte.  Radler können nun bequem während der Fahrt Akkus von Handys, Kameras, Lampen, GPS, MP3-Player usw. laden. Gleich mehrere Hersteller präsentierten nämlich auf der Fahrradmesse Eurobike ihre Ideen. Wir stellen sie vor:

E-Werk nennt die Firma Busch & Müller ihr Ladegerät. Der kleine schwarze Kasten wird am Rahmen befestigt und dann mit dem Dynamo verbunden. Variabel regelbar sind Stromstärke (von 0,1 bis 1,5 Ampere) und Spannung (2,8 bis 13,3 Volt). Das Gerät soll bis zu 16 Watt leisten. Ausgeliefert wird es dieser Tage inklusive Verbindungskabeln (zum Beispiel für USB) sowie verschiedenen Adaptersteckern, um das E-Werk an alle gängigen Nabendynamos betreiben zu können. Den Preis darf man allerdings auch nicht verheimlichen: 139 Euro Verkaufspreis sind doch jede Menge Holz. 

Der Elektronikspezialist Kuhn elektronik ist unser zweiter Kandidat. Auch hier verfügt der KE Charger über die komplette Ladevorrichtung, sodass für eine Stromversorgung während des Radfahrens nur der Anschluss an den Dynamo des Fahrrads notwendig ist. "Auf diese Weise wird ausreichend Strom produziert, um den Betrieb des Mobiltelefons während der gesamten Tour aufrechtzuerhalten", sagt Thomas Kuhn, Geschäftsführer von Kuhn elektronik, im Gespräch mit pressetext. Ohne Stromversorgung sei ein durchschnittlicher Handyakku jedoch bei Betrieb einer Navigationsfunktion in wenigen Stunden leer.

Ladegerät KE Charger von Kuhn Foto: promoUnd hier wird schon der Unterschied zum E-Werk deutlich. Kuhn elektronik konzentriert sich auf Mobiltelefone und artverwandte Geräte. "Ein Nabendynamo liefert bei hohen Geschwindigkeiten allerdings Wechselstrom mit einer Spannung von bis zu 70 Volt, eine Belastung, der eine Ladevorrichtung erst einmal gewachsen sein muss", so Kuhn. Durch entsprechende Verarbeitung würde der KE Charger Aufladungen bei einer Geschwindigkeit von zehn bis 80 Stundenkilometern ermöglichen.Bereits ab circa 10 km/h wird ein Ladespannung von fünf Volt erreicht. Das spezifische Ladekabel - MiniUSB, iPhone, Nokia etc. - ist bereits integriert. Sollte eine Fahrradbeleuchtung vorhanden sein, so wird bei Betrieb der Beleuchtung die Ladefunktion unterbrochen.

Die Vorrichtung wird einfach am Rahmen des Fahrrads befestigt. Dem sich in einer Halterung befindlichen Mobiltelefon kann sodann ohne separates Ladekabel Strom zugeführt werden. "Ein gleichzeitiger Betrieb einer Fahrradlampe ist während des Aufladens jedoch aus technischen Gründen nicht möglich. Wird eine Lampe über den Dynamo mit Strom versorgt, wird der Ladevorgang automatisch unterbrochen", meint Kuhn.

Die gängigen Modelle von Nokia, HTC, Palm, Samsung, Sony Ericsson, iPhone und BlackBerry lassen sich laut Herstellerangaben laden, allerdings wird jedes Gerät mit einem speziellen Anschluss ausgeliefert.  Dadurch soll die Technik einfach zu montieren und wasserfest sein, zudem wird die Verwendung von Adapterkabeln als potenzieller Schwachstelle ausgeschlossen, so Kuhn weiter. Im Onlineshop von Kuhn kostet das Ladegerät für das I-Phone knapp 50 Euro.  Kuhn bietet übrigens auch eine Ausführung mit wasserdichtem Case an. Das Navicase inklusive der Ladevorrichtung kostet zwischen 45 und 90 Euro.
 
Tout Terrain The Plug"The plug" heißt das Ladegerät von "Tout Terrain". Das Besondere am "plug" ist die Bauweise. Die vollständige Integration in nahezu jeden Fahrradrahmen mit herkömmlicher Gabel ermöglicht einen sehr guten Diebstahlschutz, heißt es von Seiten "Tout Terrain".  Zu ladende Geräte werden mittels  USB-Buchse angeschlossen. Das vergleichsweise junge Unternehmen aus Gundelfingen  hat sich auf Produkte für Reiseradler spezialisiert. "The plug" soll im ersten Quartal 2010 auf den Markt kommen. Der Preis wird sich wohl bei 140 Euro bewegen.
 

Eine andere Strategie verfolgt der Hersteller Dahon. Dahon ist eher bekannt als Faltradhersteller, nun scheint man auch verstärkt in den Zubehörmarkt zu stoßen. Ihr Ladegerät heißt "Dahon Biologic Ree Charge" und lagert den vom Nabendynamo zur Verfügung gestellten Strom in einem Akku zwischen.Dahon Free Charge Foto:Promo "Es gibt Millionen von Fahrrädern mit Nabendynamos auf dem Markt, die während der Fahrt Strom erzeugen", sagte Joshua Hon, Vize-Präsident von Dahon bei der Präsentation. "Wir betrachten es als eine Schande, dass der meiste Strom verschwendet wird, weil LED-Leuchten heutzutage so effizient sind und der Nabendynamos tagesüber nicht gebraucht wird."  Stimmt, aber die meisten Benutzer geht es wohl weniger ums grüne Gewissen, sondern vielmehr darum, ein Ladegerät zu bekommen, mit dem man GPS oder iPhone auch unterwegs laden kann. Alles was einen Mini-USB-Anschluss besitzt, soll sich aufladen lassen. Zum Lieferumfang gehören auch die Adapter für alle gängigen Handys.

Das geniale an dieser Entwicklung ist aber: Durch den Akku kann man das Gerät auch unabhängig vom Fahrrad als Stromquelle nutzen. Also beispielsweise lädt tagsüber "unbemerkt"  der Nabendynamo den Ree Charge auf, abends nimmt man den Akku ab und lädt Handy und Co auf.  Dahon zeigte den Lader auf der Eurobike an einem seiner Falträder. Das Ladegerät kommt im März weltweit auf den Markt und wird rund 79 Euro kosten.  Eien ersten Eindruck bekommt man auch in folgendem Video von der Eurobike.

Fazit: Die Auswahl wird sicherlich noch in den nächsten Monaten anwachsen, und wenn die Konkurrenz wächst, fallen die Preise. Es bleibt abzuwarten, ob Preise jenseits der 100 Euro auf Dauer zu halten sind. Und: Ein universeller USB-Anschluss erscheint derzeit die schlauste Variante zu sein. Für jedes elektronische Gerät eine Extra-Version kaufen zu müssen, ist in Zeiten von Multitasking der falsche Ansatz.
 
Soweit wir die Geräte zum Testen bekommen, werden wir diese dann ausführlich vorstellen und prüfen, Achso, einen weiteren Kandidaten sollte man nicht verschweigen: den ADA-Bikekonverter. Allerdings sind bisher nur wenige Stückzahlen produziert worden, so dass eine offizielle Markteinführung noch ungewiss ist.  Aber den haben wir ja schon ausführlich vorgestellt.   

 


 

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