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Was tun bei einem Unfall?

Zum Glück gehen die meisten Fahrradunfälle nur mit leichten Verletzungen aus. Statistisch kommt – ohne bloße Sachschäden und polizeilich nicht aufgenommene Unfälle – auf 435.000 gefahrene Kilometer ein verunglückter Radfahrer. Dennoch ist es wichtig zu wissen, was nach einem Unfall zu tun ist, meldet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC).

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Schadensdatenbank des ADFC gestartet

Wie einen Schaden am Fahrrad beurteilen? Ein neues System des Fahradclubs ADFC soll helfen. Der Club möchte Schäden am Fahrrad systematisch erfassen und dokumentieren und ruft deshalb Radfahrer, Gutachter und Händler auf, Schäden an Fahrrädern oder ihren Komponenten zu melden.

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Erfolgreiche Aktion: 156 Fahrräder für Kinder in Ost-Kuba

Cuba_1_lkwEine private Initiative in Bayern sammelte innerhalb weniger Wochen insgesamt 156 Fahrräder für Kinder in Ost-Kuba. Das Beispiel zeigt, wie hier ausgediente Räder in anderen Ländern viel Freude bereiten kann. Das Projekt begann im Oktober mit einem Spendenaufruf der Mittelbayerischen Zeitung in Zusammenarbeit mit der Reise-Journalistin Kornelia Doren. Die kubabegeisterte Münchnerin beobachtete im letzten Jahr, während einer Reise durch den Osten des Landes, dass Drahtesel auf der größten Antillen-Insel echte Mangelware sind.

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40 Prozent tappen im Dunkeln: Verkehrswacht fordert Licht am Fahrrad

„Sicherheit durch Sichtbarkeit“ ist seit Jahren eine Parole der Deutschen Verkehrswacht und anderer Organisationen, die sich der Verkehrssicherheit verpflichtet fühlen. Gemeinsam mit dem Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer fordert die Deutsche Verkehrswacht Radfahrer auf, gerade in der dunklen Jahreszeit das Licht an ihrem Fahrrad anzuschalten. Hilft vielleicht auch eine Warnwestenpflicht?

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Das sicherste Fahrradschloss der Welt

Shot Video ConradEin Werbespot macht derzeit Fuore, zu sehen ist ein Radfahrer, der sein Fahrrad mittels Fernbedienung an einer Laterne hochfahren lässt. In drei Meter Höhe ist es sicher vor Langfingern. Das "sicherste Fahrradschloss der Welt" gibt es wirklich, aber in Wahrheit ist es eine Marketingaktion des Elektronikmarktes Conrad. Doch das Fahrradschloss kann jedermann nachbauen.

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Erster serienmäßiger Airbag fürs Fahrrad

Helm Airbag Hövden aufgeblasenMit Einführung der Helmpflicht für Kinder bis 15 Jahre im Jahr 2005 gab es in Schweden eine hitzige Debatte, ob man die Helmpflicht nicht auch auf Erwachsene ausdehnen sollte. Doch so eine merkwürdige Styroporschale wollten sich die wenigsten Schweden freiwillig aufsetzen. Die damaligen Designstudenten Anna Haupt und Teresa Alstin von der Universität Lund kamen deshalb auf die Idee, etwas zu entwickeln, das schützt aber nicht stört.

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Auch Fahrräder wollen eingefahren werden

Radtour: Gute Planung ist allesJetzt, wenn es dunkel und kalt ist, träumen viele von einem Radurlaub in sonnigeren Regionen. Doch was sollte man vor einer Tour beachten? Rad mitnehmen oder ausleihen? Radverleihstationen finden sich mittlerweile an fast allen Urlaubszielen. Doch die meisten Reiseradler sind am liebsten auf dem eigenen Rad unterwegs. Dabei unterscheiden sich die Vorlieben erheblich.

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Neuauflage des kostenlosen Fahrradlexikons in 27 Sprachen erschienen

Du brauchst das litauische Wort für "Flickzeug", möchtest "grüne Welle für Radfahrer" auf Rumänisch sagen oder "Kann man auf dieser Straße gut Rad fahren" auf Arabisch fragen? Kein Problem, denn der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Radfahrerverband die zweite - wie immer kostenlose - Ausgabe des Europäischen Fahrrad-Lexikons herausgebracht.

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Promis gestehen: Mein Fahrrad ist für mich ...

Jürgen Drews mit Ramona auf einem Tandem Foto:pd-f„Mein Fahrrad ist für mich ...“ – unter diesem Titel veranstaltete der Zweirad Industrie Verband (ZIV) eine Umfrage unter prominenten Fürsprechern des Fahrradfahrens. Der Hintergrund der Aktion, dass zwar Radfahren boome, doch bei Kindern und Jugendlichen sei eher ein umgekehrter Trend festzustellen, so der Pressedienst Fahrrad. Doch erreicht man die Jugend mit "Rentnern" wie Jean Pütz (Jahrgang ´34), Wolfgang Joop (Jahrgang ´44), Senta Berger (Jahrgang ´41) oder Gotthilf Fischer (Jahrgang ´28)?

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Der mobile Akku Zzing fürs Fahrrad im Härtetest in Island

Zzing Yellow Foto: HerstellerDer Zzing ist die Steckdose für unterwegs. Als Kleinkraftwerk dient ein Nabendynamo (oder auch ein Seitenläufer). Auf einer fünfwöchigen Tour durch Island musste das Gerät beweisen, ob es auch Feuchtigkeit und Wüstensand aushält und jederzeit zuverlässig Strom liefert.

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Erster LED-Scheinwerfer mit USB-Anschluss

LED Scheinwerfer von AXA mit USB-AnschlussDer USB-Anschluss erobert das Fahrrad. Als erster bietet der Zubehörhersteller AXA einen 40-Lux-LED-Scheinwerfer an, der über einen integrierten USB-Anschluss sowie eine bedarfsgerechte Ausleuchtung verfügt. Damit gibt es eine zusätzliche Nahfeldausleuchtung bei geringen Geschwindigkeiten. Bei der Eurobike wurde der Scheinwerfer mit dem Eurobike Bike Award 2010 ausgezeichnet.

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Die Eurobike kommt in die Gänge: 11-Gang Nabe und 18-Ganggetriebe vorgestellt

Es war vielleicht das Highlight der diesjährigen Eurobike in Friedrichshafen: ein 18-Gang-Getriebe zwei deutscher Ingenieure. Doch die beiden auffälligsten Trends der diesjährigen Eurobike waren E-Bikes und 29-Zoll-Räder. Die erste Gruppe boomt weiter - auch Bosch und Shimano sind aufgesprungen. Bei der Gruppe der 29er-Räder muss man schon fragen: Braucht man wirklich diese großen Räder, die eigentlich sowieso nicht viel mehr als eine Marketingaktion sind, denn im Grunde handelt es sich um 28-Zoll-Räder, die nur anders gemessen werden.

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Laden am Nabendynamo: Der Zzing ist Ladegerät und Akku in einem

Foto: HerstellerImmer mehr Ladegeräte für den Nabendynamo am Fahrrad drängen auf den Markt. Und da die Industrie dieses Betätigungsfeld eher spät entdeckt hat, gibt es auch immer noch erfolgreiche Einzelentwickler, wie den Berliner Ronald Schoen mit seinem Zzing. Der Zzing ist ein Ladegerät und Akku in einem und macht einen sehr durchdachten Eindruck. Dazu ist es auch noch "Made in Berlin".

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Solarzellen auf dem Fahrrad: Saft für Navi, iPod und Handy

Flexcell on bike Foto: Mathieu Gould for FlexcellDie Geschichte vom Strom am Fahrrad ist ein Leidensweg. Ein ganz langer. Angefangen hat alles mit einem kleinen Solarladegerät für Mignonakkus. Festgezurrt mit Riemen oberhalb der Lenkertasche. Das hat ganz gut funktioniert, allerdings war die Sonne meist hinten oder an der Seite, oder es regnet kurz mal zwischendurch. Heute gibt es einen Meter lange Panels, die sich zusammenrollen lassen, wasserdicht und erheblich leistungsstärker sind. Sie sind sehr gut geeignet als Kraftwerk für Fahrradfahrers Spielzeug: Navi, Handy oder iPod. Eine Reise in die Welt von morgen und eine Reise in eine Welt mit noch begrenzten Möglichkeiten.

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Fahrradversicherungen - oft nicht lohnenswert und teuer

Foto: ADFCWer sein Fahrrad für den Fall des Diebstahls versichern möchte, braucht eine passende Hausratversicherung oder eine spezielle Fahrradversicherung. Ein Vergleich der Stiftung Warentest für die Juli-Ausgabe von Finanztest zeigt: Spezielle Fahrradversicherungen bringen meist mehr Schutz als normale Hausratversicherungen, das Extra muss aber auch teuer bezahlt werden.

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Beschlagnahmung von bremsenlosen Fahrrädern rechtens

Fixie Foto: Bike ExpoEingangfahrräder ohne Bremsen dürfen von der Poilzei eingezogen werden, dies hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Urteil bestätigt. Der Kläger war innerhalb von drei Monaten zwei Mal von der Polizei angehalten worden. Bei der zweiten Kontrolle wurde sein Fixie-Rad beschlagnahmt.

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Vermeidung von Taubheitsgefühlen durch Gel-Sattel

PferdesattelFragt man Menschen, warum sie aufs Radfahren verzichten, gehören Sitzbeschwerden zu den meistgenannten Gründen. Doch das muss nicht sein: mit dem richtigen Sattelmodell und bei korrekter Justage gehören Sitzbeschwerden beim Radeln der Vergangenheit an. Der pressedienst-fahrrad sprach mit Dr. Hans-Jürgen Matz, niedergelassener Urologe in Hannover.

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GS-Zeichen für Pedelecs kommt

Ab sofort ist die Vergabe des GS-Zeichens für Pedelecs möglich, das meldet der Fahrradclub ADFC auf seiner Webseite. Damit könnten in einigen Wochen die ersten Pedelecs, also Fahrräder mit elektromotorischer Unterstützung, mit dem Zeichen "Geprüfte Sicherheit" auf den Verkaufsflächen anzutreffen sein. Allerdings seien die Prüfungen recht aufwändig und umfangreich, heißt es beim Prüfinstitut Hansecontrol-Cert, weshalb sich die Verbraucher wohl ein wenig gedulden müssen.

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Lenkeraufsätze schaffen mehr Platz

Minoura_swing_grip_foto_hersteller Der Platz am Lenker wird immer enger. Das Cockpit weist kaum noch Lücken auf, um neben Klingel und Tacho weiteres Zubehör wie Navi oder Handy zu montieren. Abhilfe schaffen Lenkeraufsätze. Die japanische Firma Minoura bietet gleich zwei verschiedene Varianten an.

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Sicherer Halt für Navi, Videokamera & Handy

Kodak_playsport_auf_Richterstativ_2Immer mehr Elektronik muss am Fahrrad befestigt werden, seien es Smartphone, Videokamera, Handy oder Navi. Doch während der Markt im Bereich Fahrradnavigation durchaus einen weiteren Aufschwung erfährt, hinkt der Zubehörmarkt für die passende Halter für Lenker und Rahmen hinterher. Zudem gestaltet sich die Suche extrem schwierig. Wie heißen nun die Halter? Lenkerhalter? Kamerahalter? Bike Mount? Motorradhalter? Cockpithalter? Handy- oder Kamera-Lenkerstativ? Jeder Hersteller nennt sein Zubehör anders.

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Fast 40 Millionen Deutsche können sich einen Radurlaub vorstellen

Rund die Hälfte aller Deutschen kann sich vorstellen, zukünftig einen Radurlaub zu unternehmen, dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Markstudie. Im Mai 2010 befragte das Kölner Marktforschungsunternehmen Trendscope dazu telefonisch 1000 Personen bezüglich ihres Reiseverhaltens bei Radurlauben.

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GS-Zeichen für Pedelecs kommt

Ab sofort ist die Vergabe des GS-Zeichens für Pedelecs möglich, das meldet der Fahrradclub ADFC auf seiner Webseite. Damit könnten in einigen Wochen die ersten Pedelecs, also Fahrräder mit elektromotorischer Unterstützung, mit dem Zeichen "Geprüfte Sicherheit" auf den Verkaufsflächen anzutreffen sein. Allerdings seien die Prüfungen recht aufwändig und umfangreich, heißt es beim Prüfinstitut Hansecontrol-Cert, weshalb sich die Verbraucher wohl ein wenig gedulden müssen.

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Drei Punkte in Flensburg: Schnelle E-Bikes brauchen Mindestprofil

Der Boom der Elektrofahrräder bringt auch so manche bürokratische Regelung ans Tageslicht. Denn die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fordert bei Reifen an schnellen E-Bikes eine Mindestprofiltiefe. Auf diese wenig bekannte Vorschrift weist der Fahrradclub ADFC hin.

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Neue E-Bike-Studien von VW und Lexus

Fahrrädern von Autofirmen sind nichts Neues. Immer wieder berichten wir über deren Studien und Ideen oder auch über marktfertige Produkte. Doch bleibt meist ein merkwürdiger Beigeschmack, ob es nicht vielleicht nur darum geht, sich einen grünen Anstrich zu verpassen. So auch bei den neuesten E-Bike-Studien von Lexus und VW.

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Konzept für ein "fliegendes" Fahrrad

Architekten sind manchmal dazu da, auch ein bißchen rumzuspinnen. Wir haben lange in der Redaktion diskutiert, ob wir folgende Geschichte nicht lieber in die Rubrik "Erfindungen, auf die wir nicht unbedingt gewartet haben" verbannen sollen, aber die Idee "Kolelinia" ist so abgefahren, um nicht zu sagen abgehoben, dass wohl niemand ernsthaft daran glaubt, das Fahrradwege an Stahlseilen in 4,5 Meter Höhe Realität werden könnten.

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Verkehrsclub VCD gibt Tipps zu Elektrofahrräder

Fahrradfahren ist gesund, preisgünstig und umweltverträglich, zudem ist man mit dem Fahrrad oft eher am Ziel, darauf weist der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hin. "Mit einem herkömmlichen Rad in der Stadt ist man auf einer Strecke bis zu fünf Kilometern von Tür zu Tür schneller als ein Auto, welches gerade auf Kurzstrecken viel Sprit verbraucht − hochgerechnet bis zu 30 Liter je 100 km."

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Bei Schwalbe-Reifen auf Kodierung achten

Die Firma Bohle, Hersteller der beliebten Schwalbe-Fahrradreifen, weist daraufhin, beim Kauf von Schwalbe-Reifen auf eine auf der Reifeninnenseite angebrachte Kodierung zu achten, ansonsten könne die Gewährleistung verweigert werden und der Händler haften. Während früher lediglich eine Nummer auf den Produktionszeitraum hinwies, werden seit 2009 Reifen mit einem Barcode ausgestattet. 

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Bohle pumpt sich erst auf und lässt jetzt wieder Luft raus

Respekt ist ein altes Wort, und manchmal hat man das Gefühl, manch einem fehle einfach der Respekt. Was hat bloß die Firma Bohle geritten, ihre eigenen Händler wegen der Verwendung von Produktfotos abzumahnen? In der Blogszene hat dies eine lebhafte Diskussion ausgelöst und zu massiver Kritik geführt. Jetzt lenkt der Reifenhersteller, der vor allem Reifen unter der Marke Schwalbe verkauft, ein. 

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Audio/Video: Schadstoffe in Fahrradanhängern gefunden

Der gemeinsame Fahrradanhänger-Test von ADAC und Stiftung Warentest hat zu teils heftigen Reaktionen in der Fahrradbranche geführt. Und wie fast immer - wenn die Stiftung Fahrräder schlecht bewertet - geht es darum, ob zu hart getestet wurde. In diesem Fall streiten sich die Experten um den richtigen Grenzwert für giftige Substanzen, die die Tester in den Materialien der Anhänger gefunden hatten.

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Radshow tingelt bis Herbst durch Deutschland

Testfahrten mit Elektrorädern, Radtaschen-Wettpacken oder Zeitduschen mit regenfester Radbekleidung sind nur einige der Attraktionen, die auf die Besucher der Radshow der Verbraucherallianz  "für mich. für dich. fürs klima" warten. Bis September führt diese Radshow in Form einer sonst üblichen Roadshow durch Deutschland. Mit der Aktion starteten die Verbraucherzentralen und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Ende April eine bundesweite Kampagne fürs Radfahren, die in über 20 Städten Deutschlands Station macht.

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Fahrradkongress Vivavelo - vielleicht der Anfang für eine erfolgreiche Fahrrad-Lobbyarbeit

Vivavelo"Vivavelo" heißt ein Fahrradkongress, der erstmals am 22. und 23. Februar in Berlin stattfindet. Berlin als Austragungsort wurde bewusst gewählt, um näher an den politischen Entscheidungsträgern zu sein. Rund 250 Teilnehmer werden zu dem Kongress erwartet. Angemeldet haben sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und verschiedenen Medien. Man möchte mal miteinander reden (und diskutieren). Das Ziel des unter anderem vom Verbund der Selbstverwalteten Fahrradbetriebe VSF e.V. veranstalteten Kongresses ist klar: Ran an die Politik! Doch nur einmal im Jahr in Berlin aufzutauchen, reicht nicht: Fahrradtest.de fordert deshalb: Fahrradlobbyisten kommt in die Bundeshauptstadt!

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Mit dem Velotaxi durch Berlins City

In Indien gehören sie zum Alltag, als Transportmittel oder Kleintaxi: die Rikschas. Auch in Berlin waren sie in den vergangenen Jahren bisweilen zu sehen. Touristen, die sich über den Ku’damm kutschieren lassen wollten, konnten sie mieten. Die Dreiräder kamen meist aus Asien, dementsprechend alt und überholt war ihre Technik.

Ludger Matuszewski wollte es besser machen. In Südamerika sah er Sammeltaxis, die auf einer bestimmten Route fuhren. Er brachte nicht die motorisierten Taxis, aber die Idee mit nach Berlin. Im Herbst 1995 stand das Konzept, nicht nur nach Bedarf Touris als radelnder Fremdenführer zu begleiten. Er wollte ein ganz neues Velotaxi entwickeln, das - wie in Südamerika - auf festgelegten Routen durch die Berliner Innenstadt fahren soll. Hochmodern und superbequem sollte es sein. Und bei Regen müsse der Fahrgast trocken ankommen.

Eine Machbarkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben, mit der Verkehrsverwaltung gesprochen. Denn was auf den Dschungelpisten südlich des Äquators rollen darf, ist hier noch lange nicht zugelassen. - So hieß es erst einmal: „Viel Spaß bei der Fahrt durch den Paragraphendschungel“.

Zunächst mußte der Paragraph 21 der Straßenverkehrsordnung umradelt werden. Danach sind Fahrräder nur zum Transport von Menschen bis zum siebenten Lebensjahr erlaubt. Matuszewski wollte aber kein Fuhrunternehmen für Kindergärten gründen, sondern auch ältere Fahrgäste befördern. Er brauchte eine Ausnahmegenehmigung.

Nur war man sich auch in der Berliner Verkehrsverwaltung nicht so sicher, ob Rikschas überhaupt zu den Fahrräder zu rechnen sind. Im Herbst ´96 kam die positive Entscheidung: Der Jungunternehmer sein erstes selbstkonstruiertes Dreirad vor, um Politiker und Sponsoren zu überzeugen.

Die Technik war vom feinsten: Magura-Scheibenbremse, hydraulische Federung und Fünf-Gang-Nabenschaltung. Allerdings wog das Gefährt über 80 Kilo (ohne Fahrer), so daß die herkömmlichen Speichenräder auch ohne Fahrgast der Belastung auf Dauer nicht standhielten.

Technik vom Motorrad mußte her. So wurden stabile Stahlfelgen vom Mofa mit superdicken Motorradspeichen gepaart, Trommelbremsen von einer 80er-Honda und Koni-Stoßdämpfer eingebaut.

Die Pentasportgangschaltung von Sachs blieb, auch der Ledersattel von Brooks. Die Vorderradfederung verschwand wieder. Eine selbstkonstruierte Telegabel soll reichen.

Platz finden im Velotaxi zwei Fahrgäste auf einer vor Wind und Wetter gut geschützten Sitzbank. Vorsichtige Kunden, die der Fahrweise des Pedalisten nicht trauen, können sich auch anschnallen, müssen es aber nicht. Es ist ja ein Fahrrad.

Getragen wird das Gefährt von einem in Berlin produzierten Stahlrahmen. Der Aufbau - mittlerweile aus glasfaserverstärktem Kunststoff - stammt aus dem Schiffsbau und wird in Niederlehme bei Königs Wusterhausen hergestellt. Zusammengebaut werden die Einzelteile in Prenzlauer Berg. Derzeit kostet das Dreirad etwa 10000 Mark.

Irgendwann sollen Räder und Idee dieses in Europa einzigartigen Projektes auch in andere Städte verkauft werden.

Bis jetzt werden die Kosten allerdings hauptsächlich durch Werbung am Rad getragen. Zwei Sponsoren, die Firmen Esprit und Philips, die jeweils eine Route exklusiv bestücken, hat Matuszewski von der Idee bereits überzeugen können. Die knallblauen Gore-Tex-Anzüge der Fahrer sind ebenfalls gesponsert.

30 Velotaxis hat der Werkstattchef und Mit-Konstrukteur Jens Grabner bereits zusammengebaut. Auch die Ausnahmegenehmigung vom Senat und ein Dekra-Gutachten zur Verkehrssicherheit liegen vor. So steht dem offiziellen Start am 12. April nichts mehr im Wege.

Zu Anfang werden drei Routen angeboten: Wittenbergplatz - Adenauerplatz, Zoo - Brandenburger Tor und von dort zum Alex. Die Gesamtstrecke einer Linie kostet pro Person fünf Mark, die Kurzstrecke bis zu einem Kilometer zwei Mark. Es soll zwar keinen richtigen Fahrplan geben, doch werden die Taxis auf alle Fälle zwischen 11 und 17 Uhr rollen (am Ku’damm von 12 bis 18 Uhr). An den Endpunkten wird es Infosäulen geben. Aus- und Einsteigen kann man überall. Auch Sonderwünsche werden angenommen, wer in eine Querstraße gebracht werden will - kein Problem, sagt der Fahrer Tobias Wittkopf.

Wittkopf fährt das 70-Kilo schwere Dreirad als selbstständiger Kleinunternehmer. Er arbeitet auf eigene Rechnung und mietet sein Arbeitsgerät für fünf Mark pro Tag von der Velotaxi GmbH, die sich dafür um die Wartung kümmert.

Die Fahrer werden noch in den nächsten Tagen kräftig üben müssen, denn das Fahren sieht einfacher aus, als es ist. Zwar kann man nicht umkippen, doch hat man besonders am Anfang ständig das Gefühl, die Kurve nicht mehr zu bekommen. Geradeausfahren gelingt nicht auf Anhieb und nicht jede angepeilte Lücke ist auch breit genug. Auch der Blick nach hinten ist durch den breiten Aufbau stark eingeschränkt. Zwei große Außenspiegel könnten Abhilfe schaffen. Irgendwann soll es auch einen Blinker geben, denn der ausgestreckte Arm beim Abbiegen wird leicht übersehen. Ludger Matuszewski und Jens Grabner haben schon angekündigt, ihr Gefährt ständig weiterentwickeln zu wollen. Als nächstes sollen die Räder speichenlos werden und gegen Vollscheibenräder ausgewechselt werden.

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