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Erstmals rückengerechte Fahrräder ausgezeichnet

Erstmalig sind bei der "Aktion Gesunder Rücken" (AGR) Fahrräder auf ihre "rückengerechte Konstruktion" hin überprüft worden. Als bundesweit erste Räder wurden drei Modelle des Darmstädter Fahrradherstellers "riese und müller" mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet: Culture, Avenue und Equinox.

Doch bis zur Auszeichnung war es ein weiter Weg, klagt der AGR-Geschäftsführer Georg Stingel. "Im Prinzip hätte die Fahrradindustrie schon lange damit werben müssen, was für gesunde Produkte sie herstellt.". Doch nur zwei Hersteller haben sich überhaupt um das Siegel bemüht.

Seit sechs Jahren vergibt die AGR als eingetragener Verein an rückengerechte Produkte das Gütesiegel. Das Zertifikat, welches zusammen mit den beiden größten deutschen Rückenschulverbänden entwickelt worden ist, soll dem Verbraucher als Orientierungshilfe dienen. Schon alleine deshalb ist es verwunderlich, dass die Fahrradhersteller nicht bei der AGR Schlange stehen, um ihre Produkte prüfen zu lassen. Gewiss, die Prüfung kostet ein paar Mark. Doch dafür hat man – soweit man das Siegel schließlich verliehen bekommt – auch einen Wettbewerbsvorteil. Dass man sich bei der AGR trotz der finanziellen Verflechtung nicht von den Bewerbern abhängig macht, zeigt die Ablehnung der Fahrräder eines Herstellers, der nicht genannt werden will. Ist schließlich schon peinlich durch die Prüfung zu fallen.

Prinzipiell ist natürlich Rad fahren gesund und eine "der rückenschonendsten Freizeitaktivitäten überhaupt", sagt Georg Stingel. "Vorausgesetzt, man wählt das rückengerechte Rad und beherzigt einige Grundregeln". Das Schlimmste sei die Stoßbelastung. Auch eine gesunde Wirbelsäule vertrage dauerhaft nicht die permanente Stoßbelastung. Mediziner raten deshalb schon seit langem zu gefederten Fahrrädern.

Doch es gibt noch mehr Gesichtspunkte. Wichtig sei eine aufrechte Sitzposition, die sich auf individuelle Bedürfnisse einstellen lasse. Also beispielsweise höhen- und winkelverstellbare Lenkervorbauten. Doch auch das Gewicht spielt eine Rolle, denn schließlich soll der Transport und das Heben der Räder rückenschonend vonstatten gehen. Und fürs Aufsteigen sollte ein niedriger Durchstieg vorhanden sein. Worauf man beim Fahrradkauf (und auch bei anderen Produkten) in Punkto Rücken achten sollte, hat die AGR in einem Leitfaden zusammengestellt, den man für 10 Mark bei der AGR bekommt.

Stingel geht davon aus, das die AGR demnächst mehr Fahrräder mit dem Siegel ausstatten werde. Spätestens wenn die Kunden nach den rückengerechten Produkten fragen werden. Was so ein Siegel bewirken kann, zeigte die Initiative des ADAC, der vor rund zwei Jahren in Zusammenarbeit mit der AGR die Industrie aufforderte, individuell angepasste Fahrradtechnik zum Wohle aller gesundheitsbewussten und komfortliebenden Radfahrer anzubieten. Einzelne Fahrradprodukte wurden dann vom ADAC mit dem Zertifikat "Modul +" ausgezeichnet. Seitdem wächst der Druck, wenn auch langsam, wie die zögerliche Haltung der Hersteller gegenüber einem AGR-Siegel zeigt.

So manch ein Hersteller muss auch berechtigte Angst haben, mit seinen Produkten durchzufallen. Schließlich ist ein Großteil der auf dem Markt erhältlichen Velos einfach nicht rückengerecht konstruiert. Denn eine Umfrage des ADAC vor zwei Jahren ergab, das über drei Viertel der deutschen Radfahrer mit einem falsch eingestellten Gefährt unterwegs sind. Es kann deshalb auch nicht schaden, die Händler aufzuklären, die schließlich einen direkten Draht zu den Herstellern haben, aber oft auch selbst rückenrelevante Veränderungen an Rädern vornehmen. Die AGR bietet deshalb auch Schulungen für Fahrradverkäufer an.

Info und Broschürenbestellung: Tel. 04761/979179.E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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