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Lohnt sich der Weg zur Eurobike? Ein erster Messerundrgang

Neues RiesenritzelpaketJahrelang gab es nur eine Richtung bei den Gängen am Fahrrad: immer mehr war anscheinend immer besser. Doch was bringt eine Kassette mit zwölf Ritzeln? Wirklich weniger Gänge? Die amerikanische Firma Sram zeigt auf der Eurobike in Friedrichshafen (Publikumstage  3. & 4. September) ein Ritzelpaket mit bis zu 50 Zähnen. Damit soll man auf den vorderen Umwerfer verzichten können. So stark wie die Zähne ist allerdings auch der Preis: ab 1300 Euro.

Sram stellt auch eine Schaltung vor, die für Pedelecs optimiert wurde. Auch hier setzt man auf Reduzierung, denn bei der Komponentengruppe EX1 findet man vorne ein Kettenblatt  und hinten acht Ritzel. Dafür können die Ketten breiter sein und die Zahnräder werden aus gehärtetem Werkzeugstahl hergestellt, die dann besser mit den hohen Kräften am E-Bike zurechtkommen.

Ein großes Thema bei Elektrofahrrädern ist die reelle Reichweite. Natürlich wird auch in der Fahrradbranche getrickst. Aber klar ist, zwei Akkus bieten mehr Reichweite als einer. Auf der Eurobike werden die ersten Serienräder mit zwei Akkus gezeigt. Bosch stellt das Dual Battery Concept vor,  der die Reichweite verdoppeln soll. Interessant ist auch das neue Update für das grafische E-Bike-Display Nyon. Es stellt die Reichweite auf der dargestellten Karte je nach umliegender Gelände-Topografie und Fahrbahnoberfläche nicht als gleichmäßigen Kreis dar, sondern als unregelmäßig verlaufende weiße Fläche.

Flyer zeigt ein vollgefedertes E-Mountainbike mit einem neuen Panasonic-Motor. Der Motor wurde in Zusammenarbeit mit Flyer entwickelt und nennt sich Multi-Speed-Assist. Integriert ist ein Zwei-Gang-Getriebe, welches manuell oder automaisch geschaltet werden kann.

Das Unternehmen Playbike hat dagegen ein Leuchtsystem entwickelt, das anzeigt, wie breit ein Fahrrad ist. Die Leuchten befinden sich außen am Lenker und projizieren rote Linien auf den Boden. Solche Ideen gibt es immer wieder mal auf der Eurobike zu sehen. Das Problem: In Deutschland ist der Einsatz vermutlich verboten und wird auch keine Zulassung bekommen.  

E-Bike-Nachrüstsysteme für Fahrräder sind nicht gerade der Hit, das liegt nicht so sehr an den Produkten als vielmehr an der Problematik, dass nur wenige Händler den Einbau übernehmen wollen, weil sie damit zum Hersteller mit allen Pflichten werden. Und viele Experten sagen auch, dass ein nachträglicher Einbau oft nicht mit verbauten Komponenten kompatibel ist, da stärkere Belastungen auftreten. Einen neuen Anlauf macht die Firma Pendix. Der Lithium-Ionen-Akku steckt in einem knapp 30 Zentimeter langen Zylinder. Dieser passt in den Halter einer Trinkflasche am Rahmen. Der Motor sitzt linkseitig vom Tretlager. Der Motor leistet 300 oder 500 Watt. Der Powerversion kommt 2017 in die Läden. Gut Bargeld mitzubringen ist notwendig: der Preis soll bei 1500 Euro liegen.

Immer gut als Marketinggag sind Promiräder. Einen nächsten Versuch unternimmt Conway mit dem BVB-Fanbike. Das Rad, welches ein modifiziertes MS 227 ist, benutzen nicht nur die Spieler, sondern kann sich auch jeder Fan für 499 € kaufen.

Die deutsche Firma Kabel zeigt auf der Messe in Friedrichshafen mit 53 °N ein faltbares vollgefedertes Reisefatbike. Auch aus das Deutschland kommen viele Bambusräder. Neu bei my Boo ist ein Pedelec mit Shimanos Steps Mittelmotor. Die Rahmen kommen aus Ghana und sind Teil eines sozialen Projektes.

Wohin mit dem Akku? Vielleicht in eine Tasche. Die Mühlberger GmbH aus Köln zeigt eine wasserdichte Tasche mit integriertem Akku. Oder ist es ein Akku mit integrierter Tasche? In die Halterung sind auch Strom- und Datenverbindung integriert. Mit zwei Akkus soll man dann 200 km weit kommen, verspricht der Hersteller.

Rahmentaschen sind ein Trend auf der Fahrradmesse. Ortlieb ist jetzt auch eingestiegen. Und worauf viele schon gewartet haben: Endlich gibt es mit „Bikepacking“ eine wasserdichte Version, mit vier oder sechs Litern Inhalt. Ortlieb steigt auch in die Halterungen für E-Bikes ein. Durch die Displays sind oft die serienmäßiger Halter nicht zu benutzen. Der E-Bike Adapter ist auch mit dem Klick-Fix System von Rixen & Kaul kompatibel. 

Beim Thema Schutz denken viele Radfahrer nicht nur an Bekleidung, sondern vor allem auch an den Fahrradhelm. Der Haptic HUD Helmet vom niederländischen E-Bike-Spezialisten Diavelo, sowieso. Der Clou des neuen Fahrradhelms, ist das eingebaute Head-Up-Display im Visier. Fahrer von Luxuslimousinen kennen das bereits: Auf der Scheibe werden wichtige Parameter, wie Geschwindigkeit oder Navigationsanweisungen eingeblendet. Entwickelt wurde diese Technologie gemeinsam mit dem deutschen E-Bike-Ausrüster Brose.

Der Weg nach Friedrichshafen lohnt sich auch in diesem Jahr und mit zwei Besuchertagen orientiert man sich auch mehr an den Verbrauchern. Allerdings gibt es so auch an zwei Tagen Megastaus rund ums Messegelände...

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