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Die besten Trends der Fahrradmesse Eurobike 2016

Holzfahrrad von TBK Foto:TBKDie Notwendig von Neuerungen ergibt sich manchmal aus Schicksalsschlägen. So geschehen bei dem Besitzer meines Hotels, in dem ich während der Eurobike nächtigte. Dieser hatte kürzlich einen Fahrradunfall mit seinem S-Pedelec. Ein Auto hatte ihm die Vorfahrt genommen. Diagnose: Halswirbelbruch. Zum Glück trug er einen Helm. Doch er fragte, ob es denn auch Bremsen mit ABS gäbe. Nun hat es ja immer wieder Versuche gegeben. Beim Motorrad ist es Standard und mit Einzug der Elektronik am Fahrrad steigt die Hoffnung, dass diese unfreiwilligen Abstiege über den Lenker zukünftig vermieden werden können, wie die Eurobike zeigte.

ABS von Brakeforce One - Foto: Ulf HoffmannDie Firma Brakeforce One zeigte auf der Messe Eurobike in Friedrichshafen ihre Variante der ABS-Bremse. Zum Paket gehört ein Bremsgriff mit Sensorik, ein sogenannter ABS Aktuator, ein Drehzahlmesser. Da die Technik für ein E-Bike gedacht ist, darf natürlich eine Anbindung an das E-Bike Display nicht fehlen. Brakeforce One ist für seine mit Wasser betriebene Bremse bekannt. Die Neuentwicklung ist übrigens in Kooperation mit Magura entstanden.

Dies war natürlich auf der Messe nicht die einzige Weltneuheit. Zu sehen gab es beispielsweise auch das neue Getriebe C 120 von Pinion, dass für die Firma den Breitenmarkt eröffnen soll, sprich deutlich billiger ist, als die bisherigen Modelle.

Die Firma By.Schulz hat sich Gedanken zur Anbringung von Kamera (z.B. GoPro), Handy und Co am Lenker gemacht und einen besonderen Vorbau entwickelt.  Eigentlich handelt sich um eine ganze Systemfamilie mit über 20 Baulelementen mit denen nach Angaben des Herstellers parktisch alle Lenker- und Vorbau-Zubehörteile, wie Navi, Smartphone, Radcomputer, Kamera u.v.m. völlig wahlfrei montiert werden können. Kernstück ist die SDS-Frontkappe, die als Träger für den Basisadapter dient, in dem alle zubehörspezifischen Teile montiert werden.

Holz hält nun auch Einzug bei Elektrofahrrädern. Die spanische Firma TBK Bike zeigte drei Entwürfe für E-Bike, made in Spain, die vor allem schön sind. Die Firma My.Boo aus Berlin dagegen setzt natürlich weiter auf Bambus und zeigte ihr erstes E-Bike mit einem Bambusrahmen – made in Ghana.

Viele Neuerungen gab es bei Details. SKS stellte einen Flaschenhalter vor, der ein Staufach an der Unterseite besitzt. Dieses wird durch einen Bajonettverschluss gesichert. Im Fach kann man dann Sachen wie Flickzeug, Schlüsselbund oder Kleingeld transportieren. Spacecage hat SKS seine Neuerung getauft. Surly stellte Flaschenhalter für die Gabel aus, die nicht geschraubt, sondern geklemmt werden. Erste Rüttelversuche zeigten, dass das System offenbar einiges aushält.

Flaschenhalter von Ortlieb Foto: Ulf HoffmannOrtlieb zeigt eine neue Haltermöglichkeit für Flaschen an Lowridertaschen. Riese + Müller bot das Pendant oberhalb der Gabel. Ortlieb bietet auch individuell bedruckbare Daypacks. So kann man mittels Web-Tool nun die Tasche mit einem Lieblingsbild oder der Lieblingsfarbe bedrucken. Der individuelle Stadtrucksack ist die Kuriertasche im Kompaktformat für den Freizeiteinsatz. Der wasserdichte Daypack hat ein Volumen von 24 Litern, ist natürlich „Made in Germany“.

Orliebtaschen fürs Bikepacking Foto: Ulf HoffmannOrtlieb ist nun auch auf den Trendzug „Bikepacking“ aufgesprungen. Also Taschen, die man schnell ans Fahrrad anbringen kann, die aber keine Träger brauchen. Unter anderem bietet Ortlieb nun auch (endlich) eine wasserdichte Rahmentasche an. Wasserdichte Rahmentaschen – wie auch spritzwassergeschützte fand man dieses Jahr an vielen Ständen.

Wasserdichte Fahrradtaschen für Akkus von Mühlberger Foto: Ulf HoffmannAuch wasserdicht ist eine Tasche der Firma Mühlberger. Dort befindet sich aber in der Tasche der integrierte Akku. Durch die neue Slide2go Fahrradhalterung wird der Saft (und auch die Daten) über die in der Halterung integrierte Strom- und Datenverbindung an den Motor und ans Display geschickt. Wenn man zwei Akkus (mit Taschen) benutzt sollen angeblich Reichweiten bis 200 km möglich sein.

Am Stand von Bosch war jede Menge los, denn auch Bosch zeigte Neuigkeiten. Beispielsweise ihren Doppelakku, mit dem man – klar- auch doppelt so weit kommt. Die Kombination aus zwei Bosch PowerPacks, die durch ein Y-Kabel miteinander verbunden sind, liefert bis zu 1.000 Wattstunden. DualBattery besteht entweder aus zwei Rahmenakkus oder Rahmenakku und Gepäckträger-Akku, die direkt vom Hersteller verbaut werden. Das System schaltet beim Laden und Entladen intelligent zwischen den beiden Akkus um.

Bosch Doppelakku Foto: Bosch Am Fahrrad war das System allerdings noch nicht zu sehen, sondern hing mit den anderen Neuerungen an einer Wand. Dort fand man auch das neue Nyon, mit zweistufiger Schiebehilfe und stärkerem Licht mit 18 Watt. Dadurch werden jetzt auch topografische Restreichweiten dargestellt, und im Portal lassen sich auch die GPX-Dateien exportieren. Neu ist auch der Bordcomputer Purion, der Display und Fernbedienungseinheit in einem ist. Purion wird für Active Line- und die Performance Line angeboten. Neu ist auch ein leichteres Ladegerät, welches vor allem für unterwegs gedacht ist.  Der Compact Charger ist circa 600 Gramm leicht und benötigt rund 40 Prozent weniger Volumen als der Standard Charger. Mit zwei Ampere Ladestrom soll er auch bei längeren Touren für wenig Frust sorgen. Er funktioniert bei allen Netzspannungen (110 bis 230 Volt) und ist somit in Europa sowie USA/Canada und Australien einsetzbar. Der Lader ist mit allen Bosch-Produktlinien kompatibel.

Das kleinste Faltrad mit Boschantrieb von Tern Foto: Ulf HoffmannNoch eine Weltneuheit gab es am Stand von Tern. Das Elektron soll das kompakteste E-Bike mit Bosch-Antrieb sein. In zehn Sekunden soll man es falten können. Schick sieht es auf alle Fälle aus.

Spannend waren auch am Stand von Spanninga gezeigte Gabeln, die bis in den Holm hinein leuchteten. Und SQ Lab, eigentlich eher durch Sättel bekannt, präsentierte so genannte Innerbarends. Was war eigentlich ein Widerspruch ist, manch könnte von Minihörnchen im Innenbereichs des Lenkers sprechen.

Protektoren von Bike Buddie Foto: Ulf HoffmannGanz spannend für manche Radfahrer, die gerne ihr Bike im oder am Auto (oder auch im Flugzeug) transportieren sind Protektoren, die man rund um die Gabel, an die Kurbeln oder auch an die Sattelstreben packen kann. „Bike Buddie nennt sich die Erfindung.

Mit dem Fatbike durch den Yukon - Foto: Ulf Hoffmann

 

 

Das Thema Fatbike ist wieder ein wenig in den Hintergrund getreten. Dass es aber durchaus Sinn macht, mit solchen dicken Schlappen zu fahren, konnte man am Stand von Maxxcycles bestaunen, dort war ein entsprechendes Bike ausgestellt, mit dem Florian Reiterberger durch den Yukon im Winter gefahren ist. 

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